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Protest gegen die Militärpräsenz auf der Bildungsmesse in Hannover
Der Widerstand gegen das Militär geht weiter.Jubeldemo auf der Weiterbildungsmesse ‚Beruf und Bildung‘ in Hannover am 25. 2.2012
Nach dem Widerstand auf der Bildungsmesse "didacta" ging der Protest am 25.02.2012 weiter. Wir - neun FriedensaktivistInnen – waren auf der Aus- und Weiterbildungsmesse „Beruf und Bildung“ in Hannover(Veranstaltung im HCC).Dort waren nämlich auch das „Bundeswehr Zentrum für Nachwuchsgewinnung Nord Wehrdienstberatung Hannover“ und die „Wehrdienstverwaltung Nord“.
Diese wollten sich um 14:15 auf der Bühne als attraktiven Arbeitgeber präsentieren und einen Vortrag unter dem Titel „Studium bei der Bundeswehr – Interview mit Medizinstudenten“ halten. Inhaltlich wird wohl nichts bei den ZuschauerInnen angekommen sein, da wir eine Jubeldemo veranstalteten. Jedes Mal, wenn ein Mensch der Bundeswehr das Wort ergriff, jubelten und applaudierten wir lautstark u.a. mit Trillerpfeifen. Zunächst ging der Moderator darauf freudig ein und meinte: „So werden sie sicherlich nicht so oft empfangen.“
Als jedoch unser Jubeln die Stimme der Bundeswehrmenschen übertönte, war allen bewusst, dass das Jubeln nicht als Zuspruch, sondern als Protest zu verstehen war!
Wir entfalteten unsere Transparente („Krieg beginnt hier“ und „KARRIERE TOD“) und nach knapp 10 Minuten – wohl vorzeitig – war der Vortrag der Bundeswehr beendet. Zeitgleich kamen die Feldjäger und nachdem wir von der Messeleitung aufgefordert wurden, keine weiteren Aktionen zu starten, wollten wir zu dem Stand der Bundeswehr gehen, um dort mit potentiell an der Bundeswehr interessierten Menschen über die Bundeswehr als Arbeitgeber zu diskutieren.
Leider missfiel dies der Messleitung, die uns daraufhin aufforderte das Messegelände zu verlassen.
Schade. Aber die Aktion war trotzdem ein sehr gelungener Protest gegen das Militär.
Wir werden weiter Widerstand leisten und uns für eine friedliche Welt ohne Waffen, ohne Militär und ohne Gewalt einsetzen.
Eine friedliche Welt ist möglich!
tobi für unique planet
Protest gegen die Bundeswehrpräsenz auf der DIDACTA
PM der GEW Hannover zur Didacta
Friedensaktivist_innen demonstrieren gegen Bundeswehrpräsenz auf Bildungsmesse "didacta" in Hannover
Die Bundeswehr ist derzeit wie fast selbstverständlich auf der Bildungsmesse didacta in Hannover mit zwei großen Ständen vertreten. Am heutigen Donnerstag demonstrierten zahlreiche Friedensaktivist_innen mit Beteiligung des Friedensbüros Hannover, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und der Organisation unique-planet gegen die Präsenz der Bundeswehr auf der Bildungsmesse. Sie diskutierten mit Passant_innen, Jugendoffizieren und den Teilnehmer_innen des Planspiels, das die Bundeswehr zu Anwerbezwecken mit Schüler_innen veranstaltete. Sie entrollten Transparente und verteilten Flugblätter.
Die Bundeswehrangehörigen reagierten irritiert und riefen die Messeleitung, welche die Aktivist_innen aufforderte, die Transparente einzurollen und nur noch individuell zu diskutieren, andernfalls würde die Polizei gerufen.
Brunhild Müller-Reiß vom Friedensbüro Hannover sagt dazu: "Ich finde es ungeheuerlich, dass die Bundeswehr auf Bildungsmessen, Spielzeugmessen, in der Ausbildung der Lehrkräfte und in den Schulen präsent ist, um junge Menschen für den Kriegsdienst zu werben."
Die Organisationen kündigten weiteren Widerstand gegen Militarisierung an.
Die Eroberung der Schulen: Wie die Bundeswehr in Schulen wirbt
Mittwoch, 8. Februar, 19.00 Uhr, im Pavillon (Hannover, Lister Meile 4)
Nie zuvor war die Bundeswehr mit einer solchen Intensität in der Öffentlichkeit präsent, um für sich und ihre Militäreinsätze zu werben. Außer z. B. auf Messen und Berufsinformationstagen betreibt die Bundeswehr dabei selbst an Schulen aggressive Werbung. Dazu kommen Jugendoffiziere und Wehrdienstberater an die Schulen oder werden bereits Vierzehnjährige klassenweise in Kasernen geholt. Die Bundeswehr erstellt für LehrerInnen eigens Unterrichtsmaterialien und schaltet in SchülerInnen-Zeitschriften Anzeigen. Schulen haben aber den Auftrag demokratischer Erziehung und dürfen nicht dem --,Werben fürs Sterben' dienen.
/Michael Schulze von Glaßer, Autor des Buches "An der Heimatfront -- Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung der Bundeswehr", informiert über die aktuellen Werbestrategien der Bundeswehr und problematisiert, wie durch die Bundeswehr die demokratische freie Willensbildung an Schulen nach und nach ausgehöhlt wird. Neben der Information wird reichlich Zeit zum Gedankenaustausch bleiben.//Veranstaltet vom Bündnis Schule ohne Militär Hannover (www.schule-ohne-militaer-hannover.de). /